Garantiert kontrolliert

Die OIV als internationales Komitee rund um die Welt des Weins

Internationale Organisation für Rebe und Wein

Da die OIV die bedeutendste Organisation im Berein Weinbau weltweit ist, finden sich auf der internationalen Webseite für den interessierten Leser eine Vielzahl von Informationen. Unter anderem natürlich die internationalen Richtlinien zur Durchführung von Wettbewerben, deren neue Fassung im Juni 2009 verabschiedet wurde und zum 01. Januar 2010 in Kraft tritt.

OIV-Richtlinien

 

Mission:

Zur Verwirklichung ihrer Vision schafft die OIV ein Umfeld, das der wissenschaftlichen und technischen Innovation, der Verbreitung der daraus resultierenden Ergebnisse und der Entwicklung des internationalen Weinbausektors förderlich ist. Anhand ihrer Empfehlungen und internationalen Normen und Richtlinien fördert sie die Harmonisierung und den Austausch von Informationen und auf wissenschaftlich fundierter Grundlage beruhende Kenntnisse mit dem Ziel, die Produktivität, Produktsicherheit und -qualität sowie die Produktions- und Vermarktungsbedingungen weinbaulicher Erzeugnisse zu verbessern.

Die „Internationale Organisation für Rebe und Wein“ (OIV), die an die Stelle des Internationalen Amtes für Rebe und Wein trat, wurde durch das Abkommen vom 3. April 2001 eingerichtet.

Die OIV ist eine zwischenstaatliche Organisation mit wissenschaftlicher und technischer Ausrichtung und anerkannter Zuständigkeit im Bereich Rebe, Wein, Getränke auf Weinbasis, Tafeltrauben, Rosinen und andere Reberzeugnisse. Die Generalversamm­lung, die sich aus von den Mitgliedern ernannten Delegierten zusammensetzt, ist das Plenargremium der OIV. Sie kann manche ihrer Aufgaben an den Exekutivausschuss delegieren, der aus einem Delegierten je Mitglied besteht. Der Konsens ist die übliche Art der Beschlussfassung der Generalversammlung bei der Annahme allgemeiner, wissenschaftlicher, technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Resolutionsvorschläge sowie der Einrichtung oder Auflösung von Kommissionen und Unterkommissionen. Dies gilt gleichermaßen für den Exekutivausschuss in Ausübung seiner Befugnisse in diesem Bereich.
Die Mitglieder der OIV sind souveräne Staaten bzw. internationale zwischenstaatliche Organisationen. Die OIV umfasst 44 Mitglied- und 3 Beobachterstaaten.

Allgemeine Informationen

 

Mitgliedstaaten:

Algerien, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Deutschland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Kroatien, Libanon, Luxemburg, FYROM former Yugoslav Republic of Macedonia, Malta, Marokko, Mexiko, Moldawien, Montenegro, Norwegen, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Peru, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Uruguay, Zypern.

Beobachterstaaten:

Bolivien, Tunesien, Ukraine Zur OIV gehören auch Beobachter. Beobachter können souveräne Staaten sein, ein Hoheitsgebiet oder eine Gruppe von Hoheitsgebieten, die zu einem Staat gehören, welcher nicht Mitglied der OIV ist, sowie internationale nichtstaatliche Organisationen, die Interesse an Rebe und Wein bekunden.

Standard für Internationale Weinwettbewerbe OIV

Der gegenwärtige Standard für internationale Weinwettbewerbe (Oeno 2/94) wurde im Juli 2009 von der 74. Generalversammlung des OIV verabschiedet. Er ersetzt die 1975 verabschiedeten Regeln für internationale Weinwettbewerbe.

Diese bedeutende, von der Expertengruppe „Weinwettbewerbe“ des OIV in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Önologenverband durchgeführte Arbeit ermöglichte die Erstellung eines Standards, der Bedingungen für die Durchführung internationaler Wettbewerbe festlegt und anhand gerechter Verfahren den Vergleich der Ergebnisse ermöglicht.

In der Europäischen Union unterliegt die Vergabe von Auszeichnungen bei Wettbewerben den „Vorschriften, die von der Kommission, den Mitgliedstaaten oder vom Internationalen Amt für Rebe und Wein anerkannt bzw. aufgestellt wurden“ (Richtlinie 3201/90 vom 16. Oktober 1990, Artikel 15 (3)).

Die Genehmigung internationaler Wettbewerbe durch das OIV ist daher durchdiesen Standard geregelt. Der Generadirektor des OIV ist zur Vorgabe und Durchführung aller notwendigen Maßnahmen befugt; ihm obliegt zudem die Prüfung der Anträge von Wettbewerben, die unter der Schirmherrschaft des OIV stattfinden sollen.

Dieser neue Standard wird von Weinexperten erwartet, die die Qualität ihrer Erzeugnisse anerkennen lassen möchten. Auch Verbraucher erwarten von diesem Standard, dass die durch Auszeichnungen bei Wettbewerben angebotenen Informationen verbürgt werden. Der Standard wird somit zur Bereicherung der Weinkultur beitragen. Um die perfektion, mit der diese unter der Patronage der OIV weltweit stattfindenen Wettbewerbe zu dokumentierne, finden Sie hier die internationalen Normen der Verkostung.

Zur Überwachung dieser Normen wird von der OIV ein offizieller Beobachter zur Verkostung gesandt, der jeden Schritt dokumentiert, aufzeichnet und bewertet. Bei Verstößen gegen diese Norm ist der Delegierte berechtigt die Verkostung abzubrechen bzw aufgrund des dann folgenden Berichtes wird dem Veranstalter bei groben Verstößen im nächsten Jahr die Patronage nicht mehr verliehen.

In Deutschland haben sich nur zwei, weltweit nur 19 Wettbewerbe dieser hohen Norm unterworfen. Für den Teilnehmer an einer dieser Veranstaltungen bedeutet dies höchste Sicherheit für eine objektive Bewertung seines Produktes und für den Verbraucher die Garantie, das der von einem OIV Wettbewerb ausgezeichnete Wein das hält, was er verspricht.